Wir veröffentlichen aktuell den Aufruf von Frank Nonnenmacher zur Gründung eines Verbandes der Nachkommen von ignorierten NS-Opfern. Konstantin Wecker unterstützt dieses aktive Erinnern gegen das Vergessen seit Jahrzehnten: „Ich habe Ernst Nonnenmacher vor 25 Jahren im Mainzer ,Unterhaus' als Menschen kennengelernt, der als ,Asozialer und Wehrunwürdiger' ins KZ gesteckt wurde. Die Würde sollte ihm genommen werden, aber er ist ein aufrechter Antifaschist geblieben. Das Lied vom ,Sturmbannführer Meier' habe ich ihm gewidmet.“
Für die Nazis war Ines Eichmüllers Großvater ein „Asozialer“. Auf Grund seines unangepassten Lebensstils kam er ohne jedes rechtsförmige Verfahren ins KZ Dachau. Mein Onkel Ernst, der als oft arbeitsloser Wanderarbeiter straffällig geworden war, wurde nach vollständiger Verbüßung seiner letzten Haftstrafe von der Kripo gefasst und ins KZ Flossenbürg verschleppt. Er überlebte knapp ein Strafkommando im Steinbruch des KZ. Für die Nazis war er ein typischer Fall von „Berufsverbrecher“. Sie hatten die irre Idee, wiederholt straffällig gewordenen Menschen hätten „kriminelle Gene“, weshalb sie - nach vollständiger Verbüßung ihrer letzten Strafhaft - zur Herstellung einer kriminalitätsfreien Gesellschaft unbegrenzt in den KZ weggesperrt, gedemütigt, gequält und ermordet wurden. Ernst überlebte das Strafkommando im Steinbruch des KZs nur knapp (vgl .F. Nonnenmacher, DU hattest es besser als ICH).
Steinbruch des KZ Flossenbürg, in dem Ernst Nonnenmacher durch Arbeit vernichtet werden sollte © KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Unseres Erachtens muss man die bis heute üblichen Bezeichnungen „Berufsverbrecher“ und „Asoziale“ ablehnen. Sie sprechen den Betroffenen die Würde ab - auch wenn sie in Anführungszeichen gesetzt werden. Wir setzen uns dafür ein, in Zukunft von „den verleugneten NS-Opfern“ zu sprechen.
Fast alle Opfergruppen haben nach 1945 Verbände gegründet und für ihre Anerkennung gekämpft - manche waren damit erst beschämend spät erfolgreich, so z. B. fand die Aufhebung des §175 erst 1994 statt.
2018 habe ich mit jüngeren Wissenschaftler*innen zusammen (Julia Hörath, Sylvia Köchl, Andreas Kranebitter und Dagmar Lieske) einen öffentlichen Appell an den Bundestag gerichtet, die sozialrassistisch Verfolgten des Nazisystems endlich als solche offiziell anzuerkennen. Der Appell fand breite Unterstützung, und am 13. Februar 2020 beschloss der Bundestag einstimmig, die von den Nationalsozialisten als „Asoziale“ oder „Berufsverbrecher“ Verfolgten anzuerkennen“.
Das ist gut so und ein wichtiger erinnerungskultureller Fortschritt. Gut ist auch, dass der Beschluss die zu ziehenden Konsequenzen nennt, indem er z. B. die Erstellung einer anspruchsvollen Wanderausstellung zu den Schicksalen der so lange ignorierten Opfer fordert. Diese ist inzwischen in Arbeit und auch das ist gut so.
Schlecht ist aber, dass die Anerkennung so spät kommt, dass niemand mehr in den Genuss der möglichen Entschädigung kommt. Zynisch könnte man sagen, dass die Bundesrepublik sich durch das lange Zuwarten viel Geld gespart hat.
Schlecht ist auch, dass bis jetzt die im Bundestagsbeschluss geforderten Finanzmittel zu der seit Jahrzehnten ausgebliebenen Erforschung von Biografien dieser Verfolgtengruppe nicht zur Verfügung gestellt wurden. Auch für die geforderte spezifische Erforschung der Rolle der Verfolgungsinstanzen gibt es bis heute kein Budget. Und es sind schon wieder Jahre vergangen.
Ines Eichmüller und ich, sowie weitere Nachkommen der ignorierten NS-Opfer sind bei dieser Bilanz der Auffassung, dass es nicht länger am Engagement einzelner hängen kann, ob diese Opfergruppe integraler Teil unserer Erinnerungskultur wird. Ein Verband der Nachkommen, den wir im Januar 2023 gründen wollen, kann hier nicht nur bei der jeweils eigenen familiengeschichtlichen Aufarbeitung eine wichtige Rolle spielen, er kann auch nach außen wirken, z. B. als Kritiker halbherzig ausgeführter Bundestagsbeschlüsse, als Stimme, die im nationalen Gedenken zwar keine Hauptrolle spielen aber dennoch präsent sein sollte, als ansprechbare Institution in der historisch-politischen Bildung und als Kooperationspartner für andere Verfolgtenverbände.
Aufruf: Nachkommen gesucht - bitte melden
Leider gibt es nirgends eine Namensliste der Angehörigen und Nachkommen. Deshalb sind wir darauf angewiesen, dass Menschen, die an der Gründung eines solchen Verbandes interessiert sind, sich melden, und zwar bitte bei der Mailadresse fnoma@gmx.de. Wir werden die Interessenten über die Details informieren und die Öffentlichkeit dann über die Gründung informieren.
Aus Konstantin Weckers Vorwort zur Biografie „DU hattest es besser als ICH“:
"Ich habe Ernst Nonnenmacher vor 25 Jahren im Mainzer ´Unterhaus´ als Menschen kennengelernt, der als ´Asozialer und Wehrunwürdiger´ ins KZ gesteckt wurde. Die Würde sollte ihm genommen werden, aber er ist ein aufrechter Antifaschist geblieben.
Das Lied vom ´Sturmbannführer Meier´ habe ich ihm gewidmet."
Zur Person Frank Nonnenmacher:
- Autor der Biografie eines Mannes (seines Onkels), den die Nazis als „Berufsverbrecher“ im KZ „durch Arbeit vernichten“ wollten (Titel: „Du hattest es besser als Ich“)
- Initiator des erfolgreichen war Appells an den Deutschen Bundestag zur Anerkennung der ignorierten NS-Opfer (siehe: change.org/vergessene-opfer)
- wird zusammen mit Ines Eichmüller (Nürnberg/Fürth) am 21./22 Januar 2023 einen „Verband der Angehörigen der Ignorierten Opfer des Nationalsozialismus“ gründen.
Zum Hintergrund:
Anlage zum Schreiben vom 18. 04. 2018 von Prof. Dr. Frank Nonnenmacher an das Präsidium des Bundestages und die Fraktionsvorsitzenden
Appell: Der Deutsche Bundestag soll die von der SS „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ genannten ehemaligen KZ-Häftlinge als Opfer des Nationalsozialismus anerkennen.
Zwischen 1933 und 1945 wurden mehrere zehntausend Menschen durch Kriminalpolizei oder GeStaPo in die Konzentrationslager eingewiesen. Sie sind bis heute nicht als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt. Die von den Nazis als „Asoziale“ diskriminierten Menschen (z. B. Obdachlose, Wanderarbeiter, Bettler, „Arbeitsscheue“ oder „Landstreicher“) wurden als „Ballastexistenzen“ bezeichnet. In den KZ wurden sie durch ein schwarzes Stoffdreieck (den „Winkel“) auf der linken Brustseite der Häftlingskleidung gekennzeichnet. Sie sollten aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden.
Mit einem grünen Winkel wurden solche Häftlinge gekennzeichnet, die von der Kriminalpolizei zu „Berufsverbrecherinnen“ und „Berufsverbrechern“ erklärt wurden. In den Augen der Nazis waren das Menschen, die durch vergangene Haftstrafen (z. B. wegen Diebstahls, Einbruchs, Abtreibung oder - tatsächlicher oder vermuteter - Zuhälterei, Prostitution oder auch in einigen Fällen wegen Gewaltdelikten) „bewiesen“ hätten, dass sie einen inneren Drang zu kriminellen Taten verspürten, dass sie nicht resozialisierbar seien. Straftaten zu begehen, wurde ihnen als charakterliche Eigenart oder angebliche Profession zugeschrieben. Sie wurden nach Verbüßung ihrer Strafhaft gegriffen, ohne weiteres Strafverfahren in die KZ gebracht. Tausende wurden ermordet.
Einen grünen Winkel trugen auch die „Sicherungsverwahrten“. Dabei handelte es sich um Personen, gegen die Gerichte auf Basis des Ende 1933 eingeführten „Gewohnheitsverbrechergesetzes“ eine dauerhafte Verwahrung in Haftanstalten angeordnet hatten. Nach einer Übereinkunft zwischen dem Reichsjustizministerium und der SS überstellten die Justizanstalten ab Ende 1942 Tausende „Sicherungsverwahrte“ zur „Vernichtung durch Arbeit“ in die Konzentrationslager, wo diese Gruppe eine enorm hohe Todesrate aufwies. Unter den „Sicherungsverwahrten“ befanden sich Menschen mit verschiedenen Vorstrafen, darunter auch Männer, die wegen „homosexueller Handlungen“ verurteilt worden waren.
In den KZ beteiligte die SS einen Teil der Insassen an der Durchsetzung ihres perfiden Terrorsystems, indem sie diese zu sogenannten „Funktionshäftlingen“ bzw. „Kapos“ ernannte. Das betraf Häftlinge aller Winkelfarben. Dennoch werden die Häftlinge mit dem grünen Winkel wie keine andere Gruppe pauschal mit den „Funktionshäftlingen“ gleichgesetzt. Nach der Befreiung hat es zu Recht Strafverfahren nicht nur gegen SS-Angehörige, sondern auch gegen „Funktionshäftlinge“ wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegeben, die zum Teil auch mit der Todesstrafe endeten. Aber man darf nicht vergessen: In die Situation, sich als Helfershelfer der SS zu gerieren und die gewünschten Willkürakte zu begehen, sind „Funktionshäftlinge“ nur deshalb gekommen, weil sie gegen ihren Willen und völlig zu Unrecht in ein mörderisches System gezwungen wurden.
Im öffentlichen Bewusstsein sind die Häftlinge mit dem grünen und schwarzen Winkel nicht als Opfer des Nationalsozialismus präsent. Dafür gibt es mehrere Gründe: Die sozialbiologisch motivierte Verfolgung hielt auch nach 1945 noch an. „Asoziale“ wurden noch bis weit nach Kriegsende „verwahrt“. Die KZ-Haft gegen sogenannte „Berufsverbrecherinnen“ und „Berufsverbrecher“ galt innerhalb der Polizei- und Justizbehörden nicht als spezifisch nationalsozialistisches Unrecht, sondern als „Kriminalpolitik mit anderen Mitteln“. Die Betroffenen mit dem grünen und dem schwarzen Winkel haben die diskriminierenden Zuschreibungen häufig verinnerlicht, haben so gut wie keine Lebenserinnerungen verfasst und oft selbst in den Familien geschwiegen. Die beiden Opfergruppen haben sich bis heute nicht assoziiert, haben keine Interessengruppen gebildet, keine Forderungen gestellt. Wissenschaftliche Forschung hat sich jahrzehntelang nicht um sie gekümmert. Es hat z. B. keine aufsuchende Forschung gegeben, als es noch möglich gewesen wäre.
Erst in den letzten Jahren sind nun einige wichtige Forschungsarbeiten vor allem von jüngeren Wissenschaftlerinnen vorgelegt worden, die ein Ende des Beschweigens nahelegen. Auch der Beirat der „Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ plädiert in einem „Aufruf“ vom 12. Dezember 2016 für eine „längst überfällige Erinnerung an verdrängte Opfer des NS-Unrechts“ und stellt fest: „Niemand saß ‚zu Recht‘ im KZ, auch Menschen mit dem schwarzen und dem grünen Winkel nicht.“
Nichts ist vergleichbar mit der Shoa. Der millionenfache Mord an den europäischen Juden, dieser rassistisch motivierte Vernichtungswille darf durch keine Parallelisierung relativiert werden. In der erinnerungskulturellen Praxis muss dieser Umstand immer im Vordergrund stehen. Aus guten Gründen hat uns dies aber nicht gehindert, auch andere Opfergruppen nicht ins Vergessen geraten zu lassen. So ehren wir selbstverständlich die gequälten und ermordeten politischen Gegnerinnen und Gegner, diejenigen, die Widerstand geleistet haben, seit den 1980er Jahren auch die verfolgten Homosexuellen oder auch die Deserteure, die Sinti und Roma und die Kriegsgefangenen. Jetzt geht es darum, zwei der letzten bislang ignorierten Gruppen ebenfalls als Opfer des Nationalsozialismus offiziell zu würdigen. Darüber hinaus wäre die Anerkennung ein Signal an die Nachkommen und Freundeskreise der Opfer, dass das Schweigen auch für sie nun ein Ende hat.
Die Unterzeichnenden fordern die Fraktionen von CDU/CSU, SPD, B90/Grüne, DIE LINKE und FDP dazu auf, in einer gemeinsamen Entschließung die Anerkennung der ehemaligen KZ-Häftlinge mit den schwarzen und grünen Winkeln als Opfer des Nationalsozialismus auszusprechen.
Das lange Zuwarten hat dazu geführt, dass man über Entschädigungszahlungen für die vermutlich über 70 000 Betroffenen nicht mehr reden muss. Wohl aber sollten begleitend Mittel bereitgestellt werden für einschlägige Forschungsprojekte an Gedenkstätten und Universitäten, für themenbezogene Wanderausstellungen und Projekte der Politischen Bildung.
Initiatorinnen und Initiatoren:
Dr. Julia Hörath, Hamburger Institut für Sozialforschung,
Mag. Sylvia Köchl, Politikwissenschaftlerin und Journalistin, Wien
Mag. Andreas Kranebitter, Soziologe, Wien, Gedenkstätte Mauthausen,
Dr. Dagmar Lieske, Historikerin, Berlin
Prof. Dr. Frank Nonnenmacher, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichner:
Elisabeth Abendroth, Sozialwissenschaftlerin, Frankfurt am Main
Thomas Altmeyer, Studienkreis Deutscher Widerstand 1933 - 1945, Frankfurt am Main
Uwe Bader, Gedenkstättenreferat der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Gedenkstätte KZ Osthofen
Univ.-Doz. Dr. Brigitte Bailer, Leiterin des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstands i. R., Wien
Karl-Heinz Balon, Verleger, Bad Homburg
Volker Beck, Lehrbeauftragter (CERES; Ruhr-Universität Bochum), Berlin
Nicola Beer, MdB (FDP), Generalsekretärin der Freien Demokraten, Staatsministerin a.D.
Esther Bejarano, Vorsitzende des Auschwitz-Komitees in der Bundesrepublik Deutschland, Sängerin der Gruppe Microphone Mafia.
Hans-Ernst Böttcher, Präsident des Landgerichts i.R., Lübeck
em. o.Univ.-Prof. Dr. Gerhard Botz, Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, eh. Leiter des Ludwig- Boltzmann-Instituts für Historische Sozialwissenschaft (LBIHS)
Elmar Brok, Mitglied des Europaparlaments (CDU), Brüssel/Bielefeld
Prof. Dr. Micha Brumlik, Erziehungswissenschaftler und Publizist, Berlin
Prof. Dr. Julika Bürgin, Sozialwissenschaftlerin, Fachhochschule Darmstadt
Prof. Dr Sonja Buckel, Politische Theorie, Universität Kassel
Annelie Buntenbach, Mitglied im geschäftsführenden Bundesvorstand des DGB, Berlin
Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften, Universität zu Köln
Daniel Cohn-Bendit, ehem. Abgeordneter im Europaparlament, Frankfurt am Main
Dr. Marie-Luise Conen, Familientherapeutin, Context-Institut, Berlin
Andreas Dickerboom, Regionalsprecher Rhein-Main von Gegen Vergessen - Für Demokratie e. V., Frankfurt am Main
Marie-Luise Dött, MdB (CDU), Oberhausen
Prof. Dr. Annette Eberle, Kath. Stiftungshochschule München
Prof. Dr. Tim Engartner, Didaktik der Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt politische Bildung, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Prof. Dr. Andreas Eis, Didaktik der politischen Bildung, Universität Kassel
Dr. Insa Eschebach, Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Hans Wolfgang Euler, Strafrechtler, Frankfurt am Main
Univ.-Doz. Dr. Karl Fallend, Sozialpsychologe, Mitherausgeber der Zeitschrift "Werkblatt - Zeitschrift für Psychoanalyse und Gesellschaftskritik“, Wien
Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt
Dr. Jürgen Fischer, Strafrechtler, Frankfurt am Main
Dr. Detlef Garbe, Direktor der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der KZ-Gedenkstätten in der Bundesrepublik Deutschland
Silvia Gingold, Mitglied des Landesausschusses der VVN Hessen, Tochter der Widerstandskämpfer Ettie und Peter Gingold
Dr. Barbara Glück, Direktorin der Gedenkstätte KZ Mauthausen/Österreich
Dr. Rolf Gössner, Rechtsanwalt/Publizist (Bremen), Vorstandsmitglied der Internationalen Liga für Menschenrechte (Berlin)
Ulrike Green, Angehörige eines als „Berufsverbrecher“ Verfolgten, Berlin
Mathias Greffrath, Schriftsteller und freier Journalist, Berlin
Kerstin Griese, MdB (SPD), Mitglied des Rats der EKD, Ratingen
Erhard Grundl, MdB Sprecher für Kulturpolitik (B90/GRÜNE), Straubing
Prof. Dr. Jürgen Habermas, Soziologe und Philosoph, Starnberg
Prof. Dr. Benno Hafeneger, Erziehungswissenschaftler und Rechtsextremismusforscher, Universität Marburg
Dr. Peter Haigis, Schriftleiter des Deutschen Pfarrerblattes, Kernen
Dr. Gabriele Hammermann, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau
Ilse und Ulrich Hauck, Frankfurt am Main
Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer, Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld
Marcus Held, MdB (SPD), Worms/Alzey
Prof. Dr. Joachim Hirsch, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Dr. Eva Högl, MdB (SPD), Berlin-Mitte
Ursula Illert, Schauspielerin, Frankfurt am Main
Ulla Jelpke, MdB (DIE LINKE), Dortmund
Ute Friederike Jürß, Bildende Künstlerin, Lübeck
Prof. Dr. John Kannankulam, Politikwissenschaftler, Universität Marburg
Sven-Christian Kindler, MdB (B90/Grüne), Hannover
Michael Kissel, Oberbürgermeister der Stadt Worms
Katja Kipping, Parteivorsitzende und MdB (DIE LINKE), Dresden
Prof. Dr. Habbo Knoch, Historisches Institut - Abt. für Neuere Geschichte, Universität zu Köln
Prof. Dr. Wolfgang Knöbl, Hamburger Institut für Sozialforschung und Leuphana Universität Lüneburg
Albert Knoll, Archiv der KZ-Gedenkstätte Dachau
Birgit Koch, Vorsitzende der GEW-Hessen, Frankfurt am Main
Gottfried Kößler, Leiter des Pädagogischen Zentrums des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums, Frankfurt am Main
Jan Korte, MdB und Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Bundestagsfraktion (DIE LINKE)
Dr. Helmut Kramer, Richter am OLG Braunschweig a. D. und Gründungsmitglied des „Forum Justizgeschichte e. V.“, Wolfenbüttel
Dr. Wolfgang Kraushaar, Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kunst
Prof. em. Dr. Gert Krell, Politikwissenschaftler, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Dr. Helga Krohn, Historikerin, Frankfurt am Main
Katharina Landgraf, MdB (CDU), Leipzig-Land
Prof. Dr. Dirk Lange, Bundesvorsitzender der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung, Leibniz Universität Hannover
Monika Lazar, MdB (B90/Grüne), Leipzig
Lesben- und Schwulenverband, Berlin-Brandenburg
Dr. Jan-Marco Luczak, MdB (CDU), Berlin
Prof. Dr. Martin Lücke, Didaktik der Geschichte, FU Berlin
James Lyons, Regisseur, Berlin und Frankfurt am Main
Ulrich Meckler, Theaterregisseur, Arzt, Soziologe, Frankfurt am Main
Dr. Olaf Mückain, Leiter der Museen der Stadt Worms
Ulli Nissen, MdB (SPD), Frankfurt am Main
Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Oberreuter, Politikwissenschaftler, Passau
Dr. Christof Ostheimer, Runder Tisch für Toleranz und Demokratie der Stadt Neumünster
Prof. Dr. Bernd Overwien, Didaktik der politischen Bildung, Universität Kassel
Martin Patzelt, MdB (CDU), Frankfurt an der Oder
Prof. Dr. Bertrand Perz, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien
Rupert von Plottnitz, ehem. Justizminister, Mitglied des Staatsgerichtshofs Hessen, Frankfurt am Main
Dr. Maria Pohn-Lauggas, Institut für Soziologie der Universität Wien
Bodo Ramelow, Ministerpräsident des Freistaates Thüringen
Prof. Dr. Christoph Reinprecht, Institut für Soziologie, Universität Wien
Franziska Rempe, Autorin einer wissenschaftlichen Arbeit über die Verfolgungsbiografien von acht Duisburger „Berufsverbrechern“, Köln
Dr. Frank Reuter, wissenschaftlicher Geschäftsführer der Forschungsstelle Antiziganismus, Universität Heidelberg
Dr. Gunnar Richter, Leiter der Gedenkstätte Breitenau und Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Hessen
Dr. Andrea Riedle, Leiterin der wissenschaftlichen Abteilung der KZ-Gedenkstätte Dachau
Bernd Riexinger, Parteivorsitzender und MdB (DIE LINKE), Stuttgart
Tabea Rössner, MdB (B90/Grüne), Mainz
Dr. Helmut Rook, pädagogischer Mitarbeiter an der Gedenkstätte KZ Buchenwald
Claudia Roth, MdB (B90/Grüne), Augsburg
Tucké Royale, Performancekünstler, Berlin
Prof. Dr. Werner Ruf, Internationale und intergesellschaftliche Beziehungen und Außenpolitik, Universität Kassel
Prof. Dr. Uta Ruppert, Institut für Politikwissenschaft, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Prof. Dr. David Salomon, Institut für Sozialwissenschaften, Universität Hildesheim
Prof. Dr. Peter Schlotter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Heidelberg
Gabriele Schmidt, Kanzleimitarbeiterin, Frankfurt am Main
Dr. Ulrich Schneider, Generalsekretär der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) - Bund der Antifaschisten
Dr. Volkmar Schöneburg, MdL (DIE LINKE) und Justizminister des Landes Brandenburg a.D., Potsdam
Dr. Felix Schwenke, Oberbürgermeister der Stadt Offenbach
Helin Evrim Sommer, MdB (DIE LINKE), Berlin
Dr. Robert Sommer, freier Historiker, Berlin
Eva-Maria Stange, Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst im Freistaat Sachsen, Dresden
Mag.a Andrea Stangl, Historikerin, Grüne Leopoldstadt-Wien
Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum, Direktorin des Zentrums für Antisemitismusforschung, Berlin
Prof. Dr. Gerd Steffens, Politische Bildung, Universität Kassel
Dr. Peter Tauber, MdB (CDU), Generalsekretär der CDU Deutschlands, Gründau und Berlin
Dr. h.c. Wolfgang Thierse, Bundestagspräsident a. D., Berlin
Dr. Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, Frankfurt am Main
Prof. Dr. Nikolaus Wachsmann, School of Social Sciences, History and Philosophy, University of London
Dr. Jens-Christian Wagner, Leiter der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Celle
Prof. Dr. Patrick Wagner, Institut für Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Dr. Harald Walser, Historiker und ehem. Abgeordneter des österreichischen Nationalrats (die Grünen), Wien
Jörg Waßmer, Historiker, Berlin
Konstantin Wecker, Musiker, Liedermacher, Komponist und Autor, München
Edgar Weick, Gründungsmitglied des Studienkreises deutscher Widerstand 1933 - 1945, Frankfurt am Main
Benedikt Widmaier, Direktor des „Haus am Maiberg“, Heppenheim, Akademie für politische und soziale Bildung der Diözese Mainz
Bettina Wiesmann, MdB (CDU), Frankfurt am Main
Prof. Dr. Michael Wildt, Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit einem Schwerpunkt in der Zeit des Nationalsozialismus, HU Berlin
Prof. Dr. Jens Wissel, FB Soziale Arbeit und Gesundheit, Frankfurt University of Applied Sciences
Janine Wissler, MdL und Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Hessischen Landtag, Wiesbaden
Dr. Alexander Wohnig, Universität Heidelberg
Andrea Wolf, Schauspielerin, Frankfurt am Main
Harald Wolf, Bundesgeschäftsführer und MdA (DIE LINKE), Berlin
Dr. Jürgen Zarusky, Chefredakteur der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, Institut für Zeitgeschichte München-Berlin
Prof. Dr. Matthias Zimmer, MdB (CDU), Frankfurt am Main
Dr. Alexander Zinn, Historiker, Berlin
Dieser Appell wurde im Dezember 2017 bei change.org/vergessene-opfer eingestellt und seitdem von weiteren 21.000 Menschen unterschrieben.
Frankfurt am Main, den 18. April 2018
Im Namen der Initiatorinnen und Initiatoren: gez.: Frank Nonnenmacher
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